Energie-Glossar

Erklärungen und Hinweise zu häufig verwendeten Fachbegriffen

Name des Begriffes: Bilanzkreis
Beschreibungen des Begriffes:

Bilanzkreis

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Gebilde, das sich aus einer beliebigen Anzahl von Einspeise- und Entnahmestellen zusammensetzt und zum Zweck des Ausgleichs zwischen Einspeisung und Entnahme gegenüber dem jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber eingerichtet wird. Im Bilanzkreis werden Einspeisungen und Entnahmen unabhängig von ihrer Zuschaltung bzw. Zuordnung innerhalb der hierarchisch aufgebauten Netze einer Regelzone in einem Energiemengenbilanzkonto zusammengefasst.

Ein Bilanzkreis kann lediglich innerhalb von Regelzonen gebildet werden und wird zwischen dem Bilanzkreis- verantwortlichen (in der Regel einem Händler oder Weiterverteiler) und dem Bilanzkreiskoordinator (in der Regel der Übertragungsnetz- betreiber) in einem Bilanzkreisvertrag vereinbart. Bilanzkreise lassen sich nach ihrer Art unterscheiden. Einige Bilanzkreise, z.B. der Börsenbilanzkreis, dienen der reinen Abwicklung von Fahrplangeschäften, also im Wesentlichen der Abwicklung von Groß- handelsgeschäften, denen keine Entnahme- stellen zugeordnet sind.

Bei den Bilanzkreisen mit Entnahmestellen und Einspeisezuordnung handelt es sich um Bilanzkreise im eigentlichen Sinne.

Bilanzkreise, die ihre Abweichung oder aber ihr ganzes Kundenportfolio einem anderen Bilanzkreis zuordnen, werden Sub- Bilanzkreise genannt.

Erstellt am: 12. Dezember 2024

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